Wer ein echter Kite-Anhänger ist, dem ist kaum eine Wiese zu klein und in der Not auch kaum ein Lüftchen zu lau, um seinen Kite wieder einmal steigen zu lassen. In seiner vollen Herrlichkeit kann man diese Sportart aber natürlich nur dort betreiben, wo der Wind einem richtig um die Ohren fegt und genügend Platz ist, um den Drachen nach Herzenslust durch die Lüfte jagen zu lassen. Und wo kann man das am besten? Na, klar, am Meer. Oder noch besser: auf dem Meer. Auch Kite-Surfen gehört zu den Sportarten, die die wenigsten im ganz ‘normalen Leben’ betreiben können, sondern für die man sich gerne auf eine kleine Reise begibt. Vom absoluten Unterground-Sport hat sich das Kiten und Kite-Surfen mittlerweile zu einer Sportart gemäusert, die wirklich überall ihre Anhänger hat, die sich auch immer mehr zusammenschließen, Wettkämpfe organisieren und sich nicht mehr so ohne weiteres von jedem Strand vertreiben lassen. In St. Peter Ording haben Kite-Surfer nach langem hin und her z.B. kürzlich einen neuen Platz zum spielen bekommen. „X-H20“ heißt die neue Anlage, auf der Kitesurfern auf einer Fläche von 400qm genügend Raum gegeben wird, ihren Sport ungestört unter Gleichgesinnten auszuführen. Mit Toiletten und Duschen bietet sich Kitern hier eine Plattform, auf der sie sich nicht mehr vorkommen müssen, als wäre ihre Lieblingssportart eine Art Straftat. Auch die Tourismus-Zentrale freut sich und plant schon eifrig die ersten großen Wassersport-Großveranstaltungen. Aber nicht nur in St. Peter Ording sind Kitesurfer immer häufigere Gäste. Auf Sylt, an zahlreichen Stränden Dänemarks, besonders im Norden und Nordwesten, in Frankreich, Italien und Spanien, in Amerika und Australien, kurz: auf der ganzen Welt verbringen die Jünger des Kiten und Kitesurfens ihren Urlaub damit, ihre Kräfte mit denen der Natur zu messen.